Gedicht

Description:

Auf dem Aschenpfad schreite leise
wie der Toten Weise.
So sterblich Fleisch verrottet und zerfällt,
Egel und Maden anheimfällt,
Unheilige Worte können nicht werden ausgesprochen,
mit geflüstert Schwur, die Macht des Tods gebrochen.
Furcht verlacht, Leben verlacht, Leid verlacht, Zeit verlacht,
dir die Ewigkeit zum Geschenk gemacht.
Zuerst der Geist, gerissen aus Pharasmas Griff,
sei zerfetzt und zu saurer Asche Siff.
Leis‘ das Lied der Spirale auf den Kopf gestellt,
der Richtspruch vergessen, von Verdammnis der Hüter der
Verdammten erfass‘.
Mit dem Herzen des Rudelfürsten soll die Bestie erwachen
und Fleisch neu geordnet lachen,
in todgeborener Hülle zu gesegnetem Verfall.
Einhundert gemordete Unschuldige ruhen all,
mahle Knochen und Mark zu zäher Mass‘.
Forme einen Schädel aus zersplittert‘ Gräber‘
Lösch aus das Leben, lösch aus den Träger.
Wo Geschichte Träume zersplittern lässt,
flüstert der Untod seiner Geheimnisse Fest
in den Schriften in der Zunge des Raben.
Ein Erbe der Furcht soll sich laben.
Blut vergossen auf dem Eisenthron
ruft herbei, was nicht geboren werden kann.
Erhebe dich, entfesselter Tyrann,
Träger der Kadaverkron‘!

Bio:

Gedicht

Kadaverkrone Lampshader